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Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| 95,50 € |
97,65 € |
-2,15 € |
-2,20 % |
24.04/17:35 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE000WCH8881 |
WCH888 |
- € |
- € |
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Wacker Chemie-Aktie: Kurzarbeit in Burghausen und Preview Q3 16.10.2012
Bankhaus Lampe
Düsseldorf (www.aktiencheck.de) - Heiko Feber, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die Aktie von Wacker Chemie (ISIN DE000WCH8881 / WKN WCH888) weiterhin mit dem Votum "verkaufen" ein.
Einem Bericht der "Neue Passauer Presse" zufolge habe Wacker Chemie Kurzarbeit für 650 Mitarbeiter im Polysilicium-Segment beantragt. Dies entspreche etwa einem Drittel der am Standort Burghausen in diesem Bereich tätigen Mitarbeiter. Der Bericht sei vom Unternehmen auf Nachfrage bestätigt worden. Der Antrag sei für Mitarbeiter in der Produktion und im Versand gestellt worden, um die Flexibilität des Unternehmens angesichts einer unsicheren künftigen Entwicklung zu erhöhen.
Seit Anfang Oktober habe Wacker Chemie die Polysilicium-Produktion gekürzt, um so dem Aufbau zu hoher eigener Lagerbestände entgegenzuwirken. Hintergrund für diese Entwicklung sei das aktuell schwierige Polysilicium-Marktumfeld, das durch Überkapazitäten und hohe Lagerbestände bei den Kunden geprägt sei. Die Spot-Preise für Polysilicium seien nicht zuletzt auch aufgrund von Notverkäufen einiger Kunden aus der Solarindustrie seit Februar deutlich unter Druck und von etwa 29 USD/kg inzwischen unter 20 USD/kg gefallen.
Der Antrag auf Kurzarbeit und die Produktionskürzungen würden nach Erachten der Analysten, die derzeit schwierige Lage von Wacker Chemie im Bereich Polysilicium verdeutlichen. Dies dürfte sich auch in den Geschäftszahlen für das 3. Quartal widerspiegeln, die am 24. Oktober veröffentlicht würden.
Der Hauptfokus der Anleger dürfte auf dem Segment Polysilicion liegen. In ihrer EBITDA-Schätzung für das Q3 hätten die Analysten hier einen positiven Ergebniseffekt von 19 Mio. Euro als Folge einbehaltener Anzahlungen und Strafzahlungen im Segment Polysilicon berücksichtigt. Bereinigt um diesen Effekt würden die Analysten für Polysilicon ein EBITDA von 93,2 Mio. Euro (Marge: 30,4%) nach 179,4 Mio. Euro (Marge: 47,4%) im Vorjahresquartal erwarten.
Die Analysten würden derzeit angesichts des unverändert schwierigen Marktumfelds weiterhin keinen Trigger für die Aktie sehen. Neben Polysilicon spreche auch das Umfeld für Siltronics angesichts von Gewinnwarnungen aus der Halbleiterindustrie (z.B. Intel (ISIN US4581401001 / WKN 855681), Infineon (ISIN DE0006231004 / WKN 623100), AMD (ISIN US0079031078 / WKN 863186)) derzeit nicht für ein Investment in die Aktie.
Die Analysten vom Bankhaus Lampe bestätigen ihre Verkaufsempfehlung mit einem Kursziel von 45,00 Euro für die Wacker Chemie-Aktie. (Analyse vom 15.10.2012) (16.10.2012/ac/a/d)
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